Mit lässiger Unbekümmertheit und kultiviertem Dilettantismus
4. Oktober 2012 | Von Horst Wendt | Kategorie: Rock | 304 mal gelesenIrgendwo versteckt auf einem Bahngelände, in einer barackenartigen fensterlosen Kaschemme gibts auf wenig Quadratmetern alles, was The Dead Ships zum Glück brauchen: Durchgesessenes Sofa, Schaumstoff an den Wänden, Stars and Stripes darüber, Instrumente, Verstärker. Kuchen, Chips und Bier stehen bereit.
Rock’n'Roll schlurft über den abgewetzten grünen Teppich, Rock tönt aus der Garage und wenn Christopher Spindelilus das Schlagzeug wetzt, klingt Blues an. So das erste Album “Electric Ahab”: Neun Songs, 28 Minuten. Ausgetüftelt, analog produziert.
Im Fundus alter Helden schrammelt das Duo aus Los Angeles mit lässiger Unbekümmertheit und kultiviertem Dilettantismus seine Mischung aus Blues, Garage, Rock, Sex, Dreck und Party. Und wenn Devlin McCluskey mit ruppiger Redneck-Röhre von Rausch, Liebe und Abgründigem singt, schwitzt das mit jeder Note Rock’n'Roll. Der scheppernde Sound – generiert aus Gitarre und Schlagzeug – klingt nach wenig Schlaf und schwitzigen Laken. Nach leeren Flaschen und vollen Aschenbechern. Nach White Stripes und Black Keys. Und zwar so, dass es nur so kracht und scheppert.
The Dead Ships – Amaze
The Dead Ships – Sordid (Audio) + 6 Songs





