Überall klimpert es und glitzert es und blinkt es

5. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Folkrock, Pop | 5.732 mal gelesen

Hatte die Band Randolph’s Leap schon mit der EP „Battleships & Kettle Chips“ auf der britischen Insel einen Achtungserfolg, dürfte es hierzulande erst im Windschatten der neuen EP „Hermit“ und dem gleichnamigen Hit funken. Mit „Hermit“ liefern Randolph’s Leap aus Glasgow nicht nur in kommerzieller Hinsicht ihr Meisterwerk ab, sondern auch ihre bisher besten Songs, die nach „Gib mir doch mal die Sonnencreme, Baby“ klingen – für eine schottische Band ein echtes Ereignis.

Ansonsten ist die Platte herzlich wenig von schottischer Kultur- oder Sozialforschung geprägt. Die Band steckt die Songs in ein behutsam modernes Klanggewand. Ein bisschen arg behutsam, dafür arg dick eingemümmelt. Überall klimpert es und glitzert es und blinkt es. Ständig bewegt sich die Musik in sanft schwingenden Folkwellen, über die sich die Band mit Spaß und Pop-Pathos hinwegknödelt. Mit dem schroffen schottischen Charakter, der herben Schönheit der Landschaft und der bitteren Armut der meisten Ortschaften hat das bei Randolph’s Leap also weniger zu tun. Das Schottland von Randolph’s Leap ist auf „Hermit“ bunt und süß und platt wie Disneyland.

Randolph’s Leap – Hermit

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