Oszillieren

26. September 2013 | Von | Kategorie: Rock | 1.922 mal gelesen

Die Band Seluah aus Louisville beschreitet ein ganzes Spektrum persönlicher Emotionen. An die Hand aber nehmen einen die Dub-Doom-Darkness-Rocker aus Kentucky jedoch auch auf ihrem aktuellen Album „Red Parole“ nicht.

Wenn Schlagzeuger und Sänger Edward Grimes vom Halbgesang ins nasale Gekrächze übergeht, dann verdichten sich die Worte zu einem wuchtigen Brocken. Die Musik dazu ist ein einziges Konzentrat, das seinen Reagenzzustand permanent verändert. Seluah, weder prätentiös noch pseudo-intellektuell, sind Meister im Schaffen langsamer, ausufernder Songs, die verschlungene Wege gehen. So enden bildschöne Klangbilder gerne in einem grimmigen Finale oder auch nicht – z.B. der Song „Elysian Fields“. Ausnahme: Das einzige flotte Stück ist der Rockabilly-Kracher „Hell And Back“.

Konstruktion und Dekonstruktion scheinen das Motto von dem Quartett zu sein, wenn das Ganze zumindest bei den langsamen Geschwindigkeiten hochkonzentriert oszilliert. Auf Transparenz folgt Verdichtung, auf Sparsamkeit unendliche Verschwendung, auf Anmut Brutalität – kunstvoller Genuß jenseits allen Stumpfsinns!

Seluah – Hell And Back

Seluah
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