Ein musizierendes Pulverfass

30. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Rock | 1.478 mal gelesen

Java Skull sind Lärmlieferanten aus Kopenhagen, ein musizierendes Pulverfass, in dem Blues, Garagen-Rock und Trash zum Brodeln gebracht wird.

Marco Burro und Onkel Jakob lassen mit ihrem Debüt-Album „The Devil’s Looking For You“ mächtig viel Druck ab – eins der herberen Sorte, so wie einst The Cramps oder die 13th Floor Elevators – das Ganze steht für schweißtreibende Musik, die sich zu einer wirklich explosiven Mischung steigert, dass es nur so kracht und scheppert, klingt nach wenig Schlaf und schwitzigen Laken. Nach leeren Flaschen und vollen Aschenbechern. Nach zotteligen Haarbälgern und Sex auf der grünen Wiese.

Ihr Sound ist dabei derartig kraftvoll, dass man mit Erstaunen zur Kenntnis nimmt, es mit einer Zweimann-Band zu tun zu haben. Dass Blues nicht seichtes Gedudel von älteren Herren sein muss, die auf Barhockern lümmelnd ihr geriatrisches Unwesen treiben, sondern mitreißende, starke Musik sein kann, weiß man spätestens seit Jon Spencer. Was will man mehr?

Java Skull – Grave Digger

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