Von einem Kindergeburtstag, auf dem die Erziehungsberechtigten längst die Kontrolle verloren haben

30. Juni 2015 | Von | Kategorie: Rock | 1.142 mal gelesen

Die Soundwelt der australischen Band ScotDrakula hat etwas von einem Kindergeburtstag, auf dem die Erziehungsberechtigten längst die Kontrolle verloren haben: Jeder schnappt sich etwas, mit dessen Hilfe sich Geräusche erzeugen lassen und die Texte denkt man sich beim Spielen aus. Im Falle des Trios plus einem vierten Mann aus Melbourne besteht das Instrumentarium aus einem üblichen Rockband-Line-up plus Spielereien aus der Bastelkiste der 1960er Jahre. Eingesetzt wird dies alles mit einer unbedarften Fröhlichkeit, die schlichtweg ansteckend wirkt und ist dabei verdammt große Kunst, schnoddrig, rau, doch auch von glänzender Komplexität.

Die meisten der Stücke auf dem selbstbetitelten Debütalbum singt Sänger und Gitarrist Matt Neumann nicht, er jauchzt sie krächzend. So trifft aufgedrehter Gesang auf schrammelige Gitarren. Selbstredend ist dies alles in einer Art und Weise produziert, die an einen verwirrenden Soundmix oder den Lo-Fi-Sound einiger britischer Bands vergangener Jahre erinnert: Es rumpelt und scheppert und bringt gerade deswegen so viel Spaß. Gerade was die Produktion der vor Ideen und Sounds übersprudelnden Songs angeht. Da fehlt der Song „Idlewild“, für den es leider kein Video gibt.

ScotDrakula – O’Clock

ScotDrakula – Kill What You Love

ScotDrakula – Shazon

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