Bis zur Vollendung

5. Mai 2017 | Von | Kategorie: Pop, Psychedelic | 351 mal gelesen

Trevor Hacker aus Los Angeles, der sich Equators nennt, gelingt, was bei manchem nur ein Gähnen hervorrufen könnte: Da wird ein Repertoire gehegt und gepflegt, werden alle Ecken und Kanten ausgemerzt, gleichzeitig mit einem Verwöhn-Aroma die opulent produzierten Platten verziert. Musik zwischen Experimental, Ambient, Psychedelic und Noise. Niemand sonst spielt diese Musik auf solchem Niveau, niemand anderes geht auch bei der zweiten Platte „Gigantic Waves, I’m Not Here“ eine Ballade wie „Tut’s Lazy Burial“ noch mit solcher Zärtlichkeit an.

Das Werk überflügelt mit Stille. Aus dieser Stille entsteht – erst nur wie eine Ahnung, dann wie erste Sonnenstrahlen und schließlich mit der Urkraft eines Vulkans – ein Sound. Dieser Prozess braucht nur wenige Sekunden, doch allein dieser Augenblick des Erwachens ist der beeindruckende Beginn von „Gigantic Waves, I’m Not Here“, eben „Tut’s Lazy Burial“. Die miteinander verbundenen Teile haben nicht den Charakter von Songs, sondern von sich verschiebenden musikalischen Bögen mit einer ungeheuren Fülle an Motiven und Klangfarben – und das bis zur Vollendung.

Equators – Tut’s Lazy Burial

Equators
Facebook


1 Stern-Bewertung des Artikels/Videos2 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos3 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos4 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos5 Sterne-Bewertung des Artikels/Videos (1 mal bewertet)


Tags: ,

Thematisch ähnliche Beiträge: