Im Wortsinne nicht zu fassen

14. August 2017 | Von | Kategorie: Folkrock, Rock | 286 mal gelesen

Orchestrale Songs mit Mut zum Gefühl und zur großen Geste offerieren BNQT (sprich Banquet) auf ihrem Debütalbum „Volume 1“. Und hier fällt das Streben nach Opulenz besonders eindrucksvoll aus. Mit versierten Musikern wie Ben Bridwell von der Band Of Horses, Alex Kapranos von Franz Ferdinand, Fran Healy von Travis, Jason Lytle von Grandaddy und der Rest von Midlake hat Eric Pulido – ebenfalls von Midlake – diese Supergrpoup gegründet.

„Volume 1“ enthält in der Tat eine verschwenderische Masse an prachtvollen Schmeichel-Melodien, die aber nur selten die Grenze zum Zuckerschock überschreiten. Bei der Beschreibung der zehn Lieder erinnert der Sound zwangsläufig an die 1970er Jahre, die für den Indie-Fan von heute eher abschreckend wirken: Nostalgische, virtuos instrumentierte Folkpop-Kleinode umfasst das gar nicht liebevoll gestaltete Cover. Doch wohltuende Wärme, die indes nichts mit harmloser Gemütlichkeit zu tun hat, strahlt das erste Werk ab, denn Sounds und Arrangements sind zu ausgefuchst, gelegentlich bei aller Melodie-Seligkeit auch zu abenteuerlich. Mit oberflächlichem Anhören sind diese Classik-Rock- und Folk-Rock-Entwürfe also im Wortsinne nicht zu fassen.

BNQT – Restart

BNQT
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