Im Hinterkopf hört man leise den australischen Ozean rauschen

21. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Rock | 368 mal gelesen

Ziemlich unhippes Ding! Aber ein ziemlich versponnenes. Der neo-psychedelische, hypnotische Rock der australischen Band The Church eignet sich mit seinen sanft-pochenden Beats erstaunlich gut zum genüsslichen Hin- und Herwiegen im Sommerwind. Ihre musikalischen Ursprünge haben The Church im Folk-Rock der auslaufenden Siebziger und im Psychedelic-Rock der frühen Achtziger und hatten mit „Under The Milky Way“ in den 1980ern sogar einen Riesen-Hit.

„Man Woman Life Death Infinty“ ist das neue und 26. Album des Vierers aus Sydney. Die Stimmung des Albums ist geprägt von einer melancholischen Grundhaltung, die sich durch nahezu alle zehn Tracks zieht. Nichtsdestotrotz kann man auch darauf die Stärken des Quartetts erkennen: Solides Songwriting mit viel Gefühl für die eingängige Melodie. Neben den schon erwähnten psychedelischen Elementen mischt sich jedoch ein dunklerer Sound in das Klanggefüge – dabei schleppt sich die Band durch folkige Sadcore-Gefilde und verliert sich manchmal in Gitarrensounds.

So ungewöhnlich und altmodisch der Sound auch ist – lauscht man den Songs wie „Dark Waltz“ oder besonders „Another Century“, spürt man die Anziehungskraft ihrer Musik. Und im Hinterkopf hört man leise den australischen Ozean rauschen. Das bedarf allerdings genaues Zuhören.

The Church – Another Century

The Church
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