Die Alben 2017

22. Dezember 2017 | Von | Kategorie: 125 ml | 573 mal gelesen

Wir präsentieren unsere Lieblingsplatten 2017!

Und natürlich unsere Die Songs 2017!

1. Cut The Master – The Sundowners

Höher und höher, weit weg von allzu irdischem Chartgeschehen schwingt sich die Musik und genießt süßlich lächelnd den eigenen sepiafarbenen Traum. Die Klangwelten von The Sundowners sind von schöner Eleganz. Rockend und rückkoppelnd gleiten sie den gleißenden Horizont entlang und verlieren sich in großen Hallräumen. Dabei sind sie ganz bei sich selbst und ereifern sich rumpelstilzend des eigenen, fast autistischen Selbstbezugs.

2. Death Song – The Black Angels

Von 1968er Hippie-Flair durchtränkt ist auch „Death Song“, das sechste Album von The Black Angels, das das aus Austin stammende Quintett veröffentlicht hat. Ein wenig versponnen und ätherisch wie die Musiker sind, passen die Bandmitglieder gut zusammen.

3. The Illusion – Dream Machine

So viel steht fest: Wenn das hier Progrock ist, wie schon mal über Dream Machine kolportiert wird, dann ist es eine ganz neue Form – frei von verschwurbelter Mythenkrämerei. Wirklich neu ist das alles natürlich nicht: staatstragende Orgel-Themen, mächtige Gitarren-Riffs, dramatische Sound-Struktur. Aber die Freude ist groß, denn das alles klang schon lange nicht mehr so putzmunter.

4. Burns – Halasan Bazar

Die Zig Zags aus Los Angeles führen Rock & Roll vor, paaren ihn mit ein bisschen Acid und sind dabei unglaublich energiegeladen. Melodie-durchtränkte Rocksongs voller Background-Ohhhs und -Ahhhs schreiben sie, die einem schnell ins Ohr gehen. Dabei macht das Trio unbeirrt das, was es seit sechs Jahren macht: kurzweilig und ohne allzu großen Tiefgang zu unterhalten. Auf dem Debütalbum “Running Out Of Red” fährt die Band den Mittelfinger ziemlich weit aus.

5. Satan’s Graffiti Or God’s Art? – Black Lips

Spätestens seit dem siebten Album „Underneath The Rainbow“ weiß man, dass die Black Lips irgendwie anders sein müssen. Denn auch auf dem neuesten Werk „Satan’s Graffiti Or God’s Art?“ klingt dje Band wieder herrlich überdreht meschugge und es gibt reichlich Genre-Geschnetzeltes. Dabei sind die konsequenten Verfechter des dreckigen Sixties-Garagen-Punk und Psycho-Folk keineswegs ruhiger geworden – und so bleibt es ein Horror für Mainstream-Hörgewohnheiten.

6. Red Runs the River – The Outside Hours

Bullig, druckvoll und deftig ist der Sound von The Outside Hours – irgendwo im Spannungsfeld zwischen ZZ Top, Television und L7. Das vor wenigen Wochen in die Läden gekommene neue Werk „Red Runs the River“ kommt knarzig groovend, knackig rockend und mächtig schweißtreibend daher. Dabei lässt das spanische Trio aus Barcelona mächtig viel Druck ab mit Garage-Blues der herberen Sorte.

7. Song Of The Rose – Arbouretum

Kein Hit, kein Hype, keine Starallüren, keine Skandale – und das 15 Jahre lang: Man könnte Arbouretum für eine Langweiler-Band halten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die US-Rocker aus Baltimore mit Hang zum Blues und Psychedelic-Folk lassen auf mittlerweile sechs Studio-Platten schlicht und ergreifend ihre Musik für sich sprechen – und die ist grandios.

8. Ancestors – Creatures Choir

Die sechs Musiker von dem Creatures Coir sind Virtuosen an den Saiten, aber noch viel mehr steht ihr Sound im Vordergrund. Wer genau zuhört, spürt den Latin Jazz, Middle Eastern Traditionals, den Rock sowieso und bisweilen sogar Musical-Anleihen, verpackt im Gewand der psychedelischen Musik.

9. Amerikana – The Stevenson Ranch Davidians

Da ist immer diese spirituelle Energie, die in der Musik und in den Texten von The Stevenson Ranch Davidians zu spüren ist. „Amerikana“ heißt das neue Album seit der letzten Veröffentlichung im Jahre 2009. Die Band aus Los Angeles verführt ihre Zuhörer zu einem spirituellen Streifzug durch die verschiedenen Welten der 1960er Psychedelia mit etwas Shoegaze, einschließlich Folk und Soul, insbesondere aber die frühe amerikanische Roots-Musik.

10. Introducing The Crimsmen – The Peacers

Man muß sich nicht fragen, warum The Peacers gleich 17 meist sehr kurze Songs auf das zweite Album „Introducing The Crimsmen“ gepackt haben, sondern man sollte sich an der Musik des Vierers aus San Francisco erfreuen. Bubblegum-Pop spielt das Quartett – und gleich darauf ziemlich kunstvolle Songs, inklusive Punk, Psychedelic, Rock. Skurrile Pop-Perlen von seiner verspieltesten Seite sind das.

Am 2. Januar 2018 sind wir in gewohnter Form wieder für euch da. Wir danken für den ungebrochenen Zuspruch im fast vergangenen Jahr. Es bleibt spannend, auch im neuen Jahr. Versprochen.


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