Der dritte Mann

25. Mai 2018 | Von | Kategorie: Pop | 468 mal gelesen

Der dritte Mann ist ein Thriller aus dem Jahre 1949. Und wie es klingen könnte, wenn die Pop-Revolution ihren Ausgang zu der dazu gehörigen Filmmusik nehmen würde, das zeigt seit einiger Zeit mit immer größerem Erfolg Cut Worms. Max Clarke ist der Protagonist und der „dritte Mann“ dieses New Yorker Bedroom-Pop-Unternehmens. Ein Musiker, ein Haufen Instrumente, das soll reichen.

Was Cut Worms zu einem sonderlichen Fall in der Musikszene macht, ist der so gänzlich polyglotter Sound – wie man auf dem Debütalbum „Hollow Ground“ nachhören kann: Die Liebe zum beseelten Gitarren-Pop muss der gute Mann sich irgendwo in Amerika geholt haben, vielleicht bei den Everly Brothers oder den Byrds, seinen Minimalismus (oder Dilettantismus?) in Form einer Zither (Zupfinstrument) wahrscheinlich in dem Alpenraum. Gerade deshalb klingt Cut Worms irgendwie anders. Wie eine subjektive Essenz aus den letzten Dekaden Lo-Fi-, Indie-Pop und na ja, Filmmusik.

Und in Ohr und Bein geht die Musik auch noch. Nach zwei, drei Takten schon kann man mitsingen, muss man mitwippen. Doch Einfachheit ist nicht Naivität: Hinter der Musik und den Texten steckt ein enormes, stets selbstreflexives Pop-Wissen.

Cut Worms – Don’t Want To Say Good-bye

Cut Worms – Till Tomorrow Goes Away (Audio)

Cut Worms
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