Als wären sie die ersten

31. August 2018 | Von | Kategorie: Psychedelic, Rock | 143 mal gelesen

Der Psychedelic-Rock wurde sicher nicht in Köln erfunden, doch wenn Dead Man’s Eyes hört, dann könnte man genau das glauben: Das Quintett spielt seinen wilden, psychedelischen Sixties-Rock so, als wären sie die ersten. Damit aber noch nicht genug. Denn die Kölner Band beherrscht weit mehr als nur diese zwei Genres. In ihre nur bedingt eingängigen Songs bauen sie Elemente aus Blues, Jazz und experimentellen Rock ein.

Das Debütalbum „Words Of Prey“ strotzt nur so vor musikalischen Delikatessen. Egal ob dynamische Songstruktur oder Ballade, Dead Man’s Eyes liefern ab. Fast scheint es, als würde einem die experimentierfreudige Gruppe dabei entgleiten. Dann aber melden sie sich mit einem tosenden Donnerhall zurück, um sich kurz darauf umgehend wieder verstörenden Sounds zuzuwenden. Dagegen sind Songs wie „This Old Place“ oder „Fire Of My Own“ die reine Schonkost und Seelenwäsche. Wohltuend kanalisiert die Band bei solchen Songs die Gitarrenklänge und öffnet so Räume für Melodien und Songstrukturen. Das Vorzeige-Stück „Two Dozen Eyes“ gewährt gar einen Einblick in die Acid-Folk-Landschaft der 1960er und 1970er Jahre.

Dead Man’s Eyes – Two Dozen Eyes

Dead Man’s Eyes – This Old Place (Audio)

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