Die Alben 2018

21. Dezember 2018 | Von | Kategorie: 125 ml | 943 mal gelesen

Wir präsentieren unsere Lieblingsplatten 2018!

Und natürlich unsere Die Songs 2018!

1. The Great Unknown – Mystic Braves

Stilistisch ist die fünfköpfige Band Mystic Braves bis zum Hals im geschmackvollen Psychedelic-Pop der 1970er verwurzelt, Querverweise an Tame Impala und Temples eingeschlossen. Angereichert mit ausgeprägten Psychedelic-Elementen, entstehen so Klänge zwischen poplastig Eingängigem und verspielt Verquerem. Aller Irrsinn fügt sich auch auf dem vierten Album „The Great Unknown“ perfekt ineinander, zu einem großen Bild: Spannender kann Pop kaum werden.

2. The Return – Pancho And The Wizards

Ganz normal ist, dass der Schweiß bei Pancho And The Wizards und dass die Energievorräte der Musiker aus San Luis Obispo ausreichen würden, um eine Kleinstadt über den Winter zu bringen. Das alles mit einer grundsoliden, ehrlichen Kreuzung grundverschiedener Stile. Zum Rock´n´Roll, Blues, Fuzz, New Wave, Psychedelic und Surf gesellen sich die schnellen Schläge des Punk.

3. Hollow Ground – Cut Worms

Der dritte Mann ist ein Thriller aus dem Jahre 1949. Und wie es klingen könnte, wenn die Pop-Revolution ihren Ausgang zu der dazu gehörigen Filmmusik nehmen würde, das zeigt seit einiger Zeit mit immer größerem Erfolg Cut Worms. Max Clarke ist der Protagonist und der „dritte Mann“ dieses New Yorker Bedroom-Pop-Unternehmens. Ein Musiker, ein Haufen Instrumente, das soll reichen.

4. Babble – Baked Beans

Eindeutige Referenzen in Richtung Retro-Rock sind im kraftvoll-atmosphärischen Sound von den Baked Beans auszumachen. Der aus Melbourne stammende Fünfer brachte jüngst das eindrucksvolle Debütalbum „Babble“ auf den Markt. Egal, ob man es altmodischen Garage-Rock oder Nostalgie-Psychedelia nennen will – die Gruppe um Sänger und Gitarrist Matt Blach (Schlagzeuger bei The Murlocs) gehört zum Aufregendsten, was Australien in Sachen Rock momentan zu bieten hat.

5. Songs For Somewhere Else – The Hanging Stars

The Hanging Stars sind die Essenz der britischen Country-Szene. Die sind auch Vertreter des Americana, eines sich vom Mainstream abgrenzenden Genres, das seine Wurzeln im Blues, Folk und Country hat und sich nicht auf dem Niveau des Musikantenstadls bewegt. Musikalisch ist die Band mit einem entspannten Gespür für Melodien sehr wertkonservativ, aber die Songs gehen nicht unbedingt beim ersten Hören ins Ohr. Und beim zweiten Mal auch nicht.

6. Trickster Blues – RF Shannon

Unendliche Weiten, Staub wird sanft aufgewirbelt während man auf einem Pferd gemächlich in den Sonnenuntergang reitet. Diesen Bildern kann man verfallen, lauscht man den genialen Liedern von der Band RF Shannon um Mastermind Shane Renfro. Die acht Songs vom zweiten Album „Trickster Blues“ überzeugen mit wohltuender Wärme, die aber nichts mit harmloser Gemütlichkeit zu tun haben. Dafür sind Sounds und Arrangements zu ausgefuchst. Mit oberflächlichem Anhören sind diese musikalischen Entwürfe so nicht zu fassen.

7. Ballads Of A Psychedelic Soul – The Durty Wurks

The Durty Wurks sind Perfektionisten, die an jeder denkbaren Schraube drehen, um zu sehen, was passiert. Heraus kommt dabei hypnotische Rockmusik, die auf dem neuen Album „Ballads Of A Psychedelic Soul“ träumerischer und rätselhafter klingt als auf den Platten zuvor. Ganz zerstreute Professoren vergessen The Durty Works dabei sogar über weite Strecken die E-Gitarre. So verschusselt sind die fünf Musiker aus Edinburgh aber nun doch nicht, wenn das Quintett zur Rock & Roll-Band wird. Oder auch nicht. Oder anders.

8. Far From Earth – Stonefield

Vier Schwestern mit Nachnamen Findlay – das sind die weiblichen Aussie-Rocker Stonefield aus Melbourne. Sie lassen sich in keine Schublade stecken. Wuchtige Gitarrenriffs paaren sich mit einschmeichelnden Popmelodien. Stonefield machen ihren Rock keineswegs massentauglich, biedern sich auch nicht kommerziell an. Auf ihrem dritten Album „Far From Earth“ verschmelzen sie energetischen Rock mit Melodien, die an die 1970er Jahre erinnern und auch an die harten Saiten von Led Zeppelin.

9. Casual Acquaintances – The Growlers

Universalgenie ist ein hässliches Wort, das selten zutrifft. Aber bei Brooks Nielsen ist es kaum zu weit gegriffen: Der ist Frontmann bei The Growlers und kollaboriert mit Leuten wie Julian Casablancas (The Strokes), Jonathan Rado (Foxygen) oder Shawn Everett (The War On Drugs, Weezer). Das macht die alten Growlers-Fans nicht unbedingt glücklich: Fast verspielter Alternative Rock, der eher hippen Indiefreunden als eingeschworenen Garage-Rockern gefällt. Aber genau deshalb sind die Growlers mit dem neuesten Werk „Casual Acquaintances“ ein weiterer Beweis für die Vielseitigkeit dieses unglaublichen Mannes.

10. Brushes With Happiness – The Wave Pictures

Dass seit einiger Zeit amerikanische Roots-Musik wieder mehr gehört wird, ist auch der britischen Band The Wave Pictures zugute gekommen. Aber darauf allein ist es nicht zu schieben, dass die Band in regelmäßigen Abständen ein neues Album präsentiert. Das Trio konzentriert sich auf das Wesentliche, eine Gitarre, ein Bass, ein Schlagzeug – das reicht. Die meisten Lieder jammen die Wave Pictures eine Idee langsamer, als es andere tun würden, was allem einen faul-geflezten, ganz leicht kopfnickenden Drive gibt.

Am 02. Januar 2019 sind wir in gewohnter Form wieder für euch da. Wir danken für den ungebrochenen Zuspruch im fast vergangenen Jahr. Es bleibt spannend, auch im neuen Jahr. Versprochen.


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