Schneisen ins dornige Klang-Dickicht geschlagen

6. Februar 2019 | Von | Kategorie: Psychedelic, Rock | 366 mal gelesen

Musikalisch vom Grunge und Rock sozialisiert, ignorieren Psychedelic Porn Crumpets konventionelle Songstrukturen und scheuen weder enervierende Dissonanzen noch lärmende Gitarrenwälle. Aber das Quartett aus Perth schüttet den Graben zwischen Grunge und Psychedelic zu.

Das Psychedelic-Art-Cover von „High Visceral Part 1“ deutet erst einmal auf Schrammeln, Verzerren und Improvisieren hin, auf einen lockeren Pendelausschlag zwischen Harmonien und Disharmonien. Es kommt aber alles völlig anders: Die Gitarren treffen sich nicht zum kakophonischen Duell, sie vereinen sich friedvoll. Der Sound besticht durch große Transparenz, als hätte jemand Schneisen ins dornige Klang-Dickicht geschlagen. Halbfertige Melodiebögen werden bis ins Detail modelliert, anstatt sie zusammenbrechen zu lassen. Was Skizze ist, Track oder Soundscape, fließt in ruhigen, strukturierten Bahnen. Momente großer, anmutiger Schönheit sind das zum Teil.

Mit der Nachfolge-Single „My Friend’s A Liquid“ verweigern sich die Australier zwar trotz aller Annäherungen weiterhin dem Mainstream, aber soweit haben sie sich noch nicht mit ihrer einzigartigen Klangwelt getraut.

Psychedelic Porn Crumpets – My Friend’s A Liquid

Psychedelic Porn Crumpets
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