Irrwitzige Abfahrt

27. Mai 2019 | Von | Kategorie: Horchposten, Rock | 137 mal gelesen

Das 2017 erschienene selbstbetitelte Debütalbum von Pamplemousse enthielt bereits alle musikalischen Zutaten, denen die Musiker auch auf ihrem neuen Album treu geblieben sind. Ihre gitarrenlastigen Songs sind meist gerade zu Beginn sperrig und scheinen in keine Richtung zu laufen, bevor die Band ein virtuoses und druckvolles Noise-Inferno veranstalten, das trotz großer Eigenständigkeit häufig an Bands wie Rl Burnside, Unsane oder Mission Of Burma erinnert. Die krude Mischung aus sprödem Rock’n’Roll, tricky Noise- und Blues-Elementen, die oft bis zur Unkenntlichkeit durch den sägenden Rockwolf gedreht wurden, sorgte für viel Beachtung.

Mit dem würdigen Nachfolger namens „High Strung“ kann man ohne schlechtes Gewissen behaupten, dass der Erstling noch getoppt wurde. Damit verkörpert die Band von der Insel La Réunion (Französisches Übersee-Département im Indischen Ozean) nun ein explosives Kollektiv, das ihr wütendes Klangspektrum mit jeder Menge hartem Groove bereichert hat und gleich von Anfang an zu Sache kommt und das Sperrige vielfach ausklammert. Dadurch mutiert das neue Werk zu einer irrwitzigen Abfahrt im Interpretations-Dschungel des neuzeitlichen Rock’n’Roll.

Pamplemousse – High Strung

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