In der maximalen Lässigkeit einer Kettenraucherin in einer Krankenhauskantine

22. Juli 2019 | Von | Kategorie: Beat, Pop, Psychedelic, Rock | 159 mal gelesen

Er gilt als Prototyp des Psychedelic-Rock und des Anti-Folk, als exzessive Rampensau des experimentellen Shoegazing und raues Urgestein der Pop-Kultur: Anton Newcombe von der Band The Brian Johnston Massacre begibt sich mit Schauspielerin Emmanuelle Seigner, Lionel und Marie Liminana von den Limiñanas und dem gemeinsamen Projekt L’Epée auf Abwege.

Mit dieser Band gibt es Balladen und Chansons in der Tradition der 1960 Jahre, ein paar kantigere Songs mischen sich unter nicht allzu üppige Orchestrationen. Die Mühe für das zu erwartende Debütalbum dürfte sich lohnen, die Platte kommt als hinreißende Melange aus Chanson und psychedelischen Beat daher und dürfte kein obskures Crossover werden.

Ein erster Einblick gewährt die Debütsingle „Dreams“. Ein herrlich aus der Zeit gefallener Song voll 60s-Schlager-Flair, Fuzz, Beat, Twang, schleppender Schellenkränze mit Gitarrenklängen, als wären sie von einer dicken Staubschicht bedeckt und vorgetragen in der maximalen Lässigkeit einer Kettenraucherin in einer Krankenhauskantine – was wohl an dem gewollt scheppernden Sound liegt.

L’Epée – Dreams

L’Epée – The Last Picture Show

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