Ein verschrobenes, knarziges, aber süßes Geschenk

24. Juli 2019 | Von | Kategorie: Pop | 162 mal gelesen

Die Popmusik ist oft dann am besten, wenn sie ganze Dekaden in einen einzigen Song packt. Wenn sie mit wildem Mut durch die Jahrzehnte prescht. So läuft das auch bei dem Duo Donna Blue aus Utrecht. Die majestätische und kristallklare Schönheit der ätherischen, schwermütigen und songstrukturenfreien Slowcore-Tracks der Holländer lässt einen verstummen. Ihre Zartheit und Anmut bewegt sich aber immer jenseits irgendeiner wattierten Gefühlsduselei. Die selbstbetitelte Debüt-EP wandelt auf den formschönen Spuren des französischen Pop, der Phil Spector Girl Groups oder der Band Twin Peaks.

Die Referenzen sind also vielfältig, dass ihr Sound eigentlich fast jedem gefallen müsste – denn er verbindet die beste Musik der 1960er bis heute. Und das ganze Durcheinander funktioniert: Ihr Zitat-Folk-Pop ist herrlich überschwänglich, voller schöner Melodien, voller Slacker-Pop-Appeal, voller Ironie, sommerlichem Folk und sprühender Ideen. Donna Blue sind ein verschrobenes, knarziges, aber süßes Geschenk.

Donna Blue – Arlene’s

Donna Blue
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