UNGEWOHNT REDUZIERT

C.O.F.F.I.N (Children Of Finland Fighting In Norway) aus Sydney machen so etwas wie Pub-Rock und da dieses Genre schon immer intelligenter war, als ihm zugestanden wurde, von Kultursnobs belächelt, die niemals einen Fuß in eine Bierkneipe in der Vorstadt setzen würden, geschweige denn in einen verschwitzten Moshpit.

Die Band ist der Beweis dafür, dass man es lieben kann, richtig abzurocken, und dem Publikum dennoch Stoff zum Nachdenken geben kann; dass man gesellschaftliche Themen ansprechen kann, ohne sich der distanzierten Sprache der akademischen Welt zu bedienen und das mit einer ausgefeilten Mischung aus Hard-Rock-Riffs der 1970er, ungeschliffenen, lauten und oft provokanten Gesangsstil und eben sozialkritischen Texten, bei denen ein wenig die Straßenpoesie eines Don Walker mitschwingt.

Mit ihrer Musik fügen sich C.O.F.F.I.N also zweifellos in diese Tradition ein – eine Mischung aus Boogie-Riffs der 1970er Jahre und der aufgemotzten Slide-Gitarre von Rose Tattoo, angereichert mit einer Portion Vorstadt-Punkrock im Stil von X oder Vicious Circle.

Doch fehlten bislang die sanften Balladen, die z. B. Cold Chisel einst den Sprung in die Pop-Charts ermöglichten. Mit „13 Days“ ist das nun anders, es ist die dritte Vorab-Single ihres kommenden Albums „Out In Oslo“. Hier zeigt die Band eine bislang ungewohnt reduzierte Seite. Statt der gewohnten Wall-of-Sound-Energie setzen die Australier hier auf Akustikgitarre, Dynamik und eine deutlich intimere Atmosphäre.

C.O.F.F.I.N - 13 Days

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