FRIEDE-FREUDE-EIERKUCHEN-HARMONIE

Nicht ohne Bedacht kann man dem Quartett Heavy Whipped Cream Seelenverwandtschaft zu den Byrds und Crosby, Stills, Nash & Young attestieren, sowie die Kultiviertheit von spirituellem Rock ’n‘ Soul und einer enormen psychedelischen Virtuosität.

EIN SELTEN SPRÖDER CHARME

Songs von Californiosos, wie z, B. „Captain’s Got A Brand New Heart“, klingen wie eine Hommage an tonkopfzerschmirgelnde, billige Eisen-Kassetten der 1970er Jahre – Material, das bizarr, verdreht und verschwurbelt daherkommt. Aber das Duo aus dem kalifornischen Venice beweist ein fast geniales Gespür für Melodien und Arrangements zwischen Simon & Garfunkel, den Doors, Love, Sun Ra, Ariel Pink und Devendra Banhart.

NUR AN EIN PAAR KLEINEN SCHRAUBEN DREHEN

Man muss manchmal nur an ein paar kleinen Schrauben drehen, dann wird aus Folk, Country und Americana ein flottes Blues-Rock-Gespinst. Deshalb durchlebt die Musik von Sammy Brue zwei Pole. Einer ist leise und intim, der andere ist energetisch und kraftvoll. In jedem Fall sind die Songs lebendig und handgemacht.

CHARMANT GENREGRENZEN UMTÄNZELN

Die neue EP „La Dominicain“ von The Rebels Of Tijuana aus Genf ist nicht nur Zeugnis verfeinerter French-Pop-Chanson-Kunst. Sie sind auch Belege einer gewissen Art von Charme, den man nur im französisch sprechenden Raum beherrscht. Hier umtänzelt die Band gekonnt und charmant die Genregrenzen zwischen French Pop, Psychedelic, Soul, Rock und Folk und Rock. Na ja. Psychedelischer French-Folk-Rock eben.