DIE GRENZE ZUM ZUCKERSCHOCK

Ein bisschen Alternative, ein bisschen Indiepop, ein sonniges Gemüt. So präsentieren sich The Goon Sax aus Brisbane. „We’re Not Talking“, das zweite Album aus 2018, gibt sich gut gelaunt: Das Schlagzeug rumpelt und die Gitarren klickern wie Murmelbahnen, Schlagzeugerin Riley Jones singt erstmals gedankenverloren Gesangsparts. Plüschige Streicher- und Bläsersätze, pianolastige Songs mit Mut zum Gefühl und zur großen Geste noch dazu. Hier fällt das Streben nach Opulenz besonders eindrucksvoll aus.

EINLADUNG ZU EINEM GEHIRNWÄSCHESEMINAR

Elephant Stone aus Montreal befreien Psychedelia und Hippie-Sound aus der Mottenkiste, pusten die Staubschicht weg und vermischen diese Grundideen mit einem eindrucksvollen Sammelsurium bewährter Stilrichtungen von Pop bis Stoner Rock, nicht ohne dieser Mischung ihre eigene Handschrift zu verleihen und sie präsentieren ihre Songs mit sorgfältig inszenierter Sixties-Attitüde.

OPTISCH UND AKUSTISCH EXTREM AMÜSANT

Der Sound von Buzzard Buzzard Buzzard aus Cardiff ist nicht neu, doch zumindest ungewöhnlich: eine Band, die dreist die Rock-Siebziger durchpflügt auf der Suche nach Passendem. Der Glamrock von T. Rex oder Kiss, die musikalische Emanzipation der späten Beatles und noch einiges mehr haben sich die vier Musiker aus ihren Plattensammlungen zusammengemopst.

CHARMANT GENREGRENZEN UMTÄNZELN

Die neue EP „La Dominicain“ von The Rebels Of Tijuana aus Genf ist nicht nur Zeugnis verfeinerter French-Pop-Chanson-Kunst. Sie sind auch Belege einer gewissen Art von Charme, den man nur im französisch sprechenden Raum beherrscht. Hier umtänzelt die Band gekonnt und charmant die Genregrenzen zwischen French Pop, Psychedelic, Soul, Rock und Folk und Rock. Na ja. Psychedelischer French-Folk-Rock eben.

ATMOSPHÄRE

Khruangbin und Leon Bridges schaffen es mit überbordender Lust, alle Einflüsse und Vorlieben unter einen Hut zu bekommen. Jeder der vier Songs von der EP „Texas Sun“ explodiert regelrecht vor Ideenreichtum.