KAUM LÄNGER ALS DAS ÖFFNEN EINER BIERFLASCHE

Das Quartett mit dem seltsamen Namen Scumbag Millionaire klingt wie eine Kreuzung aus Hellacopters oder Turbonegro als Light Version, Cheap Trick auf Speed und Motörhead in Höchstform. Hektik, Hysterie und High Energy bestimmen die im Stakkato-Rhythmus gespielten Gitarren-Riffs, das Prügel-Schlagzeug und die kirren Keyboards.

WEITE

Die Musik von La Cerca hört sich manchmal an, als sei sie in einer übel beleuchteten Fabrik, in der Kreissägen kreischen, aufgenommen worden. Die Gitarren kennen keine Gnade. Der Bass tropft dazu wie aus einem verrosteten Wasserhahn. Doch im Hintergrund erkennt man Weite – so schön und aufregend ist der Sound.

EDEL-ROCK FÜR FEINSCHMECKER

Wenn man die Musik von den Londoner The Arthur Brothers beschreiben will, könnte man gleich ein halbes Dutzend hochkarätiger Bands zum Vergleich heranziehen: MGMT, Flaming Lips, Kate Bush, Phoenix, Empire Of The Sun – und sogar die Waterboys in der Mitte ihrer 1980er-Ära.

NATUREREIGNIS

Multi-Instrumentalist Febian Perez alias Glass Eye mag seinen Garage-Psych-Goth-Rock düster und elegisch, bis vom knarzigen Wandergitarren-Charme kaum noch etwas übrigbleibt: Seine erste EP „Somewhere, Nowhere“ enthält aber auch so etwas wie Sludge-Prog-Rock mit viel Hall und Produktionsgelöt.

DIE WÜSTE ZUM LEBEN ERWACHEN

Die neue Platte „Nothing As The Ideal“ zeigt die Band All Them Witches wenig experimentell, sondern fixiert auf klassisches Songwriting. Die acht Stücke sind filigran arrangiert, meist perfekt ausbalanciert und elegant countryfiziert. Doch sie sind teils der großen Härte doch sehr stark im psychedelischen und bluesigen Rock verwurzelt.

MÜFFELND

Musikalisch taumeln die Garcia Peoples mehr oder weniger orientierungslos herum. Entsprechend quälend und teils sperrig fällt zuweilen die jammerige neue Platte „Nightcap At Wits‘ End“ aus.