DIE DEM BLUES SEINE SCHWARZE SEELE ZURÜCKGEBEN

The Black Keys sind weiße Musiker, die dem Blues seine schwarze Seele zurückgeben und mit ihrem zehnten Album „Delta Kream“ antreten, um die Klänge eines Musikstils, der seine Wurzeln im Süden der USA hat und dort von den afroamerikanischen Künstlern ins Leben gerufen wurde, wieder in ein zeitgemäßes Gewand zu hüllen und das mit elf Coverversionen von Musikern wie z. B. John Lee Hooker oder R. L. Burnside.

MIT LÄSSIGER UNBEKÜMMERTHEIT UND KULTIVIERTEM DILETTANTISMUS

Evolfo kommen mit lässiger Unbekümmertheit und kultiviertem Dilettantismus und eine Mischung aus Garage-Rock, Psych-Soul, Spiritual-Funk und Kraut-Rock daher. Das Ergebnis heisst „Site Out Of Mind“ und ist Album Nr.2, ausgetüftelte und stark produziert.

INTENSIVES GEBRÄU

Marcus O’Neill ist Sänger, Gitarrist und Songschreiber der Londoner Band Big Strides und hat sein neues Solo-Album „Blue Moon In The Room“ am Start, wobei der Blues vordergründig zu sein scheint, aber hier mehr Behauptung als Genrebezeichnung ist.

DÜSTERES UND BEDROHLICHES FÜR DÜSTERE UND BEDROHLICHE ZEITEN

Musikalisch kommen auch auf dem neuen und vierten Album „Vertigo“  von Jess And The Ancient Ones Psychedelic-Rock, klassischer Heavy Metal und Okkult-Rock zusammen. Eine Mischung, die leichtfüßiger klingt, als die drei Alben zuvor. Dennoch lohnt dieses dezent ironische Hardrock-Theater das Anhören, denn es ist eine Art Soundtrack zu einem ungedrehten (Horror-)Film.

DREIGESTIRN

Zumindest auf der Landkarte lässt sich das Dreigestirn DeWolff einordnen: die Band kommt aus Geleen in den Niederlanden. Musikalisch wird’s da schon ein wenig schwieriger: Psychedelic, Blues, Südstaaten-Rock. Zumindest mit ihren ersten sieben Alben zelebrierten sie mehr oder weniger diesen typisch amerikanischen Rock.

EINE MAGIE, DIE SICH WIE EINE RUNZELIGE, MOOSBEDECKTE BIRKENWURZEL ENTFALTET

Deutlich geerdet in der psychedelischen Folklore, besonders im Folk der 1960er und 1970er Jahre, klingt die Musik des deutsch-italienischen Duos Wildwood Morning mit Wohnsitz in Berlin und sie klingt wie ein Echo einer Gitarre aus einer anderen Zeit – eher nach Melancholie und Trübsal, als nach jubelnder Lebensfreude. Dennoch ist der Band ein eindrucksvolles Debütalbum gelungen.