FLIRRENDE ENERGIE

The Drin aus Cincinnati sind eine Underground-Rockband, die schwer zu greifen ist. Eigenwillig, vernebelt, mit einer enorm selbstbewussten Mischung aus Retro-Psychedelic und Post-Punk und dem neuen Album „I Lost My Way For Centuries“ kommt die Band daher.

UNGEWOHNT REDUZIERT

C.O.F.F.I.N (Children Of Finland Fighting In Norway) aus Sydney machen so etwas wie Pub-Rock und da dieses Genre schon immer intelligenter war, als ihm zugestanden wurde, von Kultursnobs belächelt, die niemals einen Fuß in eine Bierkneipe in der Vorstadt setzen würden, geschweige denn in einen verschwitzten Moshpit.

EIN FRISCHES KLANGERLEBNIS

Die Band Tolstoys ist die erste Band mit slowakischen Wurzeln, die beim Glastonbury Festival aufgetreten ist. Ihr Psychedelic-Rock-Sound, der von vielfältigen slawischen, keltischen und Māori-Einflüssen geprägt ist, spiegelt die lebendige Berliner Szene wider, in der die Band ihre Heimat gefunden hat.

LUST AUF MEHR

T.R. Burge & The Temple aus Manchester haben mit ihrer Debütsingle“Eagle Fly“ einen Song veröffentlicht, die sich durch eine gewisse Anmut in der Darbietung, eine üppige, fließende Ästhetik und Klanglandschaften sowie ein Gefühl spiritueller Vertiefung auszeichnet.

AUS DEM TOXISCHEN UMFELD

Der Sänger und Songwriter Drew Danburry aus Baltimore geht mit seiner Band Icarus Phoenix eigene Wege und lotet Grenzen aus. Doch sind die Melodien, die Arrangements, das großartige Artwork, die Offenheit, die Ehrlichkeit, die meist sehr langen und unvorhersehbaren Songtitel, die Widmungen und – vor allem – die Texte sind einfach hervorragend: Letztere sind nahbar, clever, bewegend, humorvoll und originell. Der Musiker ist halt ein Dichter für unsere Zeit und für jede Zeit.

DIE FREQUENZ EINES NERVENZUSAMMENBRUCHS

Das Londoner Quartett The Widows hat sich am Erbe von The Stooges und The Cramps geschult und mit ihrer Musik haben die rohen, zuckenden Nerven mit etwas Glamour freigelegt. Die Instrumentierung erschafft einen hektischen, klaustrophobischen Raum. Man wird von treibenden, verzerrten Basslinien getroffen, die sich wie der Beginn einer Migräne anfühlt und gegen scheppernde, verzerrte Gitarren ankämpft, die schneiden und kratzen wie Stahlwolle auf einem Sonnenbrand. Es ist zweifellos Garage Rock, doch die Band zieht es auch in Richtung dunkelsten Post-Punk.