DIE FREQUENZ EINES NERVENZUSAMMENBRUCHS

Das Londoner Quartett The Widows hat sich am Erbe von The Stooges und The Cramps geschult und mit ihrer Musik haben die rohen, zuckenden Nerven mit etwas Glamour freigelegt. Die Instrumentierung erschafft einen hektischen, klaustrophobischen Raum. Man wird von treibenden, verzerrten Basslinien getroffen, die sich wie der Beginn einer Migräne anfühlt und gegen scheppernde, verzerrte Gitarren ankämpft, die schneiden und kratzen wie Stahlwolle auf einem Sonnenbrand. Es ist zweifellos Garage Rock, doch die Band zieht es auch in Richtung dunkelsten Post-Punk.

EINE KLEINE WUNDERTÜTE

Der Sound des Quartetts Grandmas House aus Bristol – Yasmin Berndt (Gitarre, Gesang), Poppy Dodgson (Gesang, Schlagzeug), Zoë Zinsmeister (Bass, Gesang) und Polly Jessett (Gitarre) – verleiht ihrer Musik mehr Nuancenreichtum und Weite und setzt dabei verschiedenste Genres gekonnt ein. Vom kraftvollen, elastischen Rock der aktuellen Singles „DOG“ und „Baby You’re A Winner“, der über den synkopierten Post-Punk mit Bläsern in „Dance“ bis hin zur kammermusikalischen Folk-Atmosphäre des Abschlusstracks „Spring“ ist das  Debütalbum „Baby You’re A Winner“ das bisher authentischste und gelungenste Porträt von Grandmas House.

WUNDERTÜTE

Caroline Rose ist wie eine Wundertüte der Genres. Sie ist eine wahre Meisterin darin, sich immer wieder neu zu erfinden und frisch zu bleiben, erweitert so ihre musikalischen Grenzen und vereint Vintage-Pop, Rockabilly und Roots-Rock-Einflüsse auf vielfältige Weise.

DIE ZÄHNE BLITZEN

Auf ihrem Album „Eyes Full“ präsentiert sich Zoh Amba mit Gitarre statt Saxofon im Gepäck und mit ihrer Vorliebe für Ungewöhnliches im Rock-Genre, denn sie verwebt die Singer-Songwriter-Formel zu einem energiegeladenen, gefühlvollen Ganzen. „Eyes Full“pulsiert vor Energie und Leidenschaft, Zoh Amba fungiert dabei als Sprachrohr für rohe Emotionen. Auf dem Album ist die Musikerin Teil eines Trios mit Jim White (Schlagzeug) und Kevin Hyland (Gitarre).

IN HÖCHSTFORM

Nach dem Erfolg der vorherigen Singles „Star“ und „Ember“ präsentiert sich die dänische Band Iceage aus Kopenhagen mit „The Weak“ in Höchstform – angetrieben von nervösen Gitarren, unbändiger Energie und einem Gefühl kaum gebändigten Chaos, das den Sound von Iceage seit Langem prägt. Der Song drängt mit Dringlichkeit nach vorn, bevor er in befreienden Momenten gipfelt und die unberechenbare Intensität einfängt, die die Band in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer so fesselnden Größe gemacht hat.

DIE KRAFT DER NATUR

Die Band Stornoway aus Oxford, die sich als Schnittstelle zwischen Musik und Naturschutz etabliert hat, setzt ihre Mission mit einem Album voller Hoffnung fort, das aus Isolation und Entdeckungslust entstanden ist. „Beyonder“ nutzt die Kraft der Natur, um uns wieder mit ihr zu verbinden und die Menschen durch Musik der Natur näherzubringen.