LUST AUF MEHR

T.R. Burge & The Temple aus Manchester haben mit ihrer Debütsingle“Eagle Fly“ einen Song veröffentlicht, die sich durch eine gewisse Anmut in der Darbietung, eine üppige, fließende Ästhetik und Klanglandschaften sowie ein Gefühl spiritueller Vertiefung auszeichnet.

AUS DEM TOXISCHEN UMFELD

Der Sänger und Songwriter Drew Danburry aus Baltimore geht mit seiner Band Icarus Phoenix eigene Wege und lotet Grenzen aus. Doch sind die Melodien, die Arrangements, das großartige Artwork, die Offenheit, die Ehrlichkeit, die meist sehr langen und unvorhersehbaren Songtitel, die Widmungen und – vor allem – die Texte sind einfach hervorragend: Letztere sind nahbar, clever, bewegend, humorvoll und originell. Der Musiker ist halt ein Dichter für unsere Zeit und für jede Zeit.

DIE FREQUENZ EINES NERVENZUSAMMENBRUCHS

Das Londoner Quartett The Widows hat sich am Erbe von The Stooges und The Cramps geschult und mit ihrer Musik haben die rohen, zuckenden Nerven mit etwas Glamour freigelegt. Die Instrumentierung erschafft einen hektischen, klaustrophobischen Raum. Man wird von treibenden, verzerrten Basslinien getroffen, die sich wie der Beginn einer Migräne anfühlt und gegen scheppernde, verzerrte Gitarren ankämpft, die schneiden und kratzen wie Stahlwolle auf einem Sonnenbrand. Es ist zweifellos Garage Rock, doch die Band zieht es auch in Richtung dunkelsten Post-Punk.

EINE KLEINE WUNDERTÜTE

Der Sound des Quartetts Grandmas House aus Bristol – Yasmin Berndt (Gitarre, Gesang), Poppy Dodgson (Gesang, Schlagzeug), Zoë Zinsmeister (Bass, Gesang) und Polly Jessett (Gitarre) – verleiht ihrer Musik mehr Nuancenreichtum und Weite und setzt dabei verschiedenste Genres gekonnt ein. Vom kraftvollen, elastischen Rock der aktuellen Singles „DOG“ und „Baby You’re A Winner“, der über den synkopierten Post-Punk mit Bläsern in „Dance“ bis hin zur kammermusikalischen Folk-Atmosphäre des Abschlusstracks „Spring“ ist das  Debütalbum „Baby You’re A Winner“ das bisher authentischste und gelungenste Porträt von Grandmas House.

WUNDERTÜTE

Caroline Rose ist wie eine Wundertüte der Genres. Sie ist eine wahre Meisterin darin, sich immer wieder neu zu erfinden und frisch zu bleiben, erweitert so ihre musikalischen Grenzen und vereint Vintage-Pop, Rockabilly und Roots-Rock-Einflüsse auf vielfältige Weise.

DIE ZÄHNE BLITZEN

Auf ihrem Album „Eyes Full“ präsentiert sich Zoh Amba mit Gitarre statt Saxofon im Gepäck und mit ihrer Vorliebe für Ungewöhnliches im Rock-Genre, denn sie verwebt die Singer-Songwriter-Formel zu einem energiegeladenen, gefühlvollen Ganzen. „Eyes Full“pulsiert vor Energie und Leidenschaft, Zoh Amba fungiert dabei als Sprachrohr für rohe Emotionen. Auf dem Album ist die Musikerin Teil eines Trios mit Jim White (Schlagzeug) und Kevin Hyland (Gitarre).

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