IM ORGANISCHEN KOMPOSITIONSVERSTÄNDNIS

Auf „Shapes Unravel“ dringen Abronia tief in eine emotionale und strukturelle Komplexität vor. Die Wechsel zwischen Intensität und Stille wirken intuitiv und wurzeln im organischen Kompositionsverständnis der Band aus Portland sowie ihrer Fähigkeit, einen gemeinsamen Raum mit beinahe telepathischer Sensibilität zu bewohnen. Im Verlauf des Albums wird Trauer zu einer alles bestimmenden Kraft, doch immer wieder durchbrechen Momente der Transzendenz die Dunkelheit und erhellen neue Klangwelten und neue Wege in die Zukunft.

Abronia haben ihre Welt seit Langem um den hypnotischen Puls ihrer 32-Zoll-Bassdrum und das Zusammenspiel von Saxophon, Pedal-Steel-Gitarre und Gitarren aufgebaut, das Intensität mit atmosphärischer Weite verbindet. Das neue Werk erweitert diese Elemente und bereichert ihre Klangpalette, ohne die Wucht ihres Kernsounds zu verwässern.

Der Track „Weapons Against Progress“ von diesem Album fängt die trostlose, surreale Landschaft ein, die die Band beschreibt – einen Ort, der von Gier, Umweltverschmutzung und dem Verlassenwerden vergangener Generationen gezeichnet ist und bewegt sich mit einer schweren Unausweichlichkeit, der Gesang durchdringt ein dichtes Gewirr aus Percussion und Drones, während die Pedal-Steel-Gitarre wie eine Warnsirene kreischt. Es ist eine Meditation über den Versuch, sich in einer Zukunft zurechtzufinden, die von den Fehlern derer geprägt ist, die vor uns da waren.

Abronia – Weapons Against Progress

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