EIN FRISCHES KLANGERLEBNIS

Die Band Tolstoys ist die erste Band mit slowakischen Wurzeln, die beim Glastonbury Festival aufgetreten ist. Ihr Psychedelic-Rock-Sound, der von vielfältigen slawischen, keltischen und Māori-Einflüssen geprägt ist, spiegelt die lebendige Berliner Szene wider, in der die Band ihre Heimat gefunden hat.

DIE FREQUENZ EINES NERVENZUSAMMENBRUCHS

Das Londoner Quartett The Widows hat sich am Erbe von The Stooges und The Cramps geschult und mit ihrer Musik haben die rohen, zuckenden Nerven mit etwas Glamour freigelegt. Die Instrumentierung erschafft einen hektischen, klaustrophobischen Raum. Man wird von treibenden, verzerrten Basslinien getroffen, die sich wie der Beginn einer Migräne anfühlt und gegen scheppernde, verzerrte Gitarren ankämpft, die schneiden und kratzen wie Stahlwolle auf einem Sonnenbrand. Es ist zweifellos Garage Rock, doch die Band zieht es auch in Richtung dunkelsten Post-Punk.

MEHR HAKEN ALS EIN FELDHASE AUF DER FLUCHT

Hart, laut, schnell: Die neue und energiegeladene Single der Dedfones aus Los Angeles fällt mit der Tür ins Haus, denn die Gruppe besticht durch ihren unverwechselbaren, nasalen Gesang, der frühen Pop-Punk mit einem modernen Touch verbindet. Alles klar. Doch zu der eingängigen Melodie schlägt die Band mehr Haken als ein Feldhase auf der Flucht. Sie werfen Rock, Grunge, Pop, Garage und Skate Punk zusammen.

EINE KLEINE WUNDERTÜTE

Der Sound des Quartetts Grandmas House aus Bristol – Yasmin Berndt (Gitarre, Gesang), Poppy Dodgson (Gesang, Schlagzeug), Zoë Zinsmeister (Bass, Gesang) und Polly Jessett (Gitarre) – verleiht ihrer Musik mehr Nuancenreichtum und Weite und setzt dabei verschiedenste Genres gekonnt ein. Vom kraftvollen, elastischen Rock der aktuellen Singles „DOG“ und „Baby You’re A Winner“, der über den synkopierten Post-Punk mit Bläsern in „Dance“ bis hin zur kammermusikalischen Folk-Atmosphäre des Abschlusstracks „Spring“ ist das  Debütalbum „Baby You’re A Winner“ das bisher authentischste und gelungenste Porträt von Grandmas House.

DEKONSTRUIERT

Liminal ist eine experimentelle Psychedelic-Rock-Band aus den Northern Rivers in Australien. Angeführt von Schlagzeuger, Sänger und Produzent Alako Myles, verweben sie auf einzigartige Weise verschiedene Genres in einem unverwechselbaren, an den BBC Radiophonic Workshop erinnernden Produktionsstil. Ihre Musik dekonstruiert die moderne Realität und enthüllt Verborgenes.

JANGLE-ROCK-NEKTAR

The Gnomes, eine vierköpfige Band aus dem Melbourner Vorort Frankston an der australischen Küste liefert eine wilde, eingängige Interpretation von 1960er-Jahre-Mersey-Beat, Garage, Power-Pop und Vintage-Rock ’n’ Roll.

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