MEHR HAKEN ALS EIN FELDHASE AUF DER FLUCHT

Hart, laut, schnell: Die neue und energiegeladene Single der Dedfones aus Los Angeles fällt mit der Tür ins Haus, denn die Gruppe besticht durch ihren unverwechselbaren, nasalen Gesang, der frühen Pop-Punk mit einem modernen Touch verbindet. Alles klar. Doch zu der eingängigen Melodie schlägt die Band mehr Haken als ein Feldhase auf der Flucht. Sie werfen Rock, Grunge, Pop, Garage und Skate Punk zusammen.

EINE KLEINE WUNDERTÜTE

Der Sound des Quartetts Grandmas House aus Bristol – Yasmin Berndt (Gitarre, Gesang), Poppy Dodgson (Gesang, Schlagzeug), Zoë Zinsmeister (Bass, Gesang) und Polly Jessett (Gitarre) – verleiht ihrer Musik mehr Nuancenreichtum und Weite und setzt dabei verschiedenste Genres gekonnt ein. Vom kraftvollen, elastischen Rock der aktuellen Singles „DOG“ und „Baby You’re A Winner“, der über den synkopierten Post-Punk mit Bläsern in „Dance“ bis hin zur kammermusikalischen Folk-Atmosphäre des Abschlusstracks „Spring“ ist das  Debütalbum „Baby You’re A Winner“ das bisher authentischste und gelungenste Porträt von Grandmas House.

DEKONSTRUIERT

Liminal ist eine experimentelle Psychedelic-Rock-Band aus den Northern Rivers in Australien. Angeführt von Schlagzeuger, Sänger und Produzent Alako Myles, verweben sie auf einzigartige Weise verschiedene Genres in einem unverwechselbaren, an den BBC Radiophonic Workshop erinnernden Produktionsstil. Ihre Musik dekonstruiert die moderne Realität und enthüllt Verborgenes.

JANGLE-ROCK-NEKTAR

The Gnomes, eine vierköpfige Band aus dem Melbourner Vorort Frankston an der australischen Küste liefert eine wilde, eingängige Interpretation von 1960er-Jahre-Mersey-Beat, Garage, Power-Pop und Vintage-Rock ’n’ Roll.

DIE ZÄHNE BLITZEN

Auf ihrem Album „Eyes Full“ präsentiert sich Zoh Amba mit Gitarre statt Saxofon im Gepäck und mit ihrer Vorliebe für Ungewöhnliches im Rock-Genre, denn sie verwebt die Singer-Songwriter-Formel zu einem energiegeladenen, gefühlvollen Ganzen. „Eyes Full“pulsiert vor Energie und Leidenschaft, Zoh Amba fungiert dabei als Sprachrohr für rohe Emotionen. Auf dem Album ist die Musikerin Teil eines Trios mit Jim White (Schlagzeug) und Kevin Hyland (Gitarre).

IN HÖCHSTFORM

Nach dem Erfolg der vorherigen Singles „Star“ und „Ember“ präsentiert sich die dänische Band Iceage aus Kopenhagen mit „The Weak“ in Höchstform – angetrieben von nervösen Gitarren, unbändiger Energie und einem Gefühl kaum gebändigten Chaos, das den Sound von Iceage seit Langem prägt. Der Song drängt mit Dringlichkeit nach vorn, bevor er in befreienden Momenten gipfelt und die unberechenbare Intensität einfängt, die die Band in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer so fesselnden Größe gemacht hat.