MIT ZUCKERRAND

Ahornsirup, Lachs und die Anyway Gang kommen aus Kanada, wobei letztere großartige Musik mit gut geölten Rock-Pop auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum liefern.

PLATTE GEHÖRNERVEN

Aunt Cynthia’s Cabin nehmen den Hörer mit auf die Reise in eine vergangene Ära, die aus heutiger Sicht schräg und vor allem wunderbar unhipp ist. Mit seiner neuen LP „Misty Woman“ legt das Trio aus San Diego ein durch den Space-Rock der späten 1970er beeinflusste Werk hin, mit dem sie sich wahrlich nicht verstecken müssen.

RUPPIG ÜBERRISSENER SOUND

Black Operator lassen einen ungewöhnlich dichten Sound entstehen, die Stimme des Sängers rau und melodiös genug, um dem erdigen Klängen eine entsprechende Begleitung zu liefern. So bietet die Band aus den Niederlanden zwar musikalisch nichts Neues, aber das Altbekannte noch eine Spur verdichteter – und mit der neuen Single „Desolation Blues“ diesmal auch einen Tick düsterer.

PSYCHEDELISCHE ANACHRONISMEN

Auf dem neuen und zehnten Album „The Chain“ schlossen The Warlocks weitestgehend die lauten Gitarren weg,  experimentieren mit allerlei Keyboards- und Percussions-Effekten, psychedelischen Anachronismen sowieso und intelligenten Indie-Rock- Klangwelten. Hier besinnen sich die Musiker aus Los Angeles auf die Einfachheit.

OHNE SCHAM IN DEN GEMEINPLÄTZEN DES POP SUHLEN

The Snuts kommen aus dem schottischen West Lothian und pflegen das Erbe bekannter britischer Popmusiker. Arctic Monkeys, Jamie T oder die Kaiser Chiefs sind Vorläufer ihres Sounds, der sich mit Einflüssen aus Sixties-Beat, Rock’n’Roll und 1990er-Pop mischt.

GEBALLTE KURZWEIL

Post-Hardcore nennt sich das Genre, in dem Hot Snakes brillieren. Selbst Nicht-Eingeweihte dürften bei dieser Genre-Bezeichnung eine vage Ahnung davon haben, dass der Sound der Amerikaner aus San Diego nicht nur bretthart und intensiv, sondern auch alles andere als unkompliziert ist.