NATUREREIGNIS

Multi-Instrumentalist Febian Perez alias Glass Eye mag seinen Garage-Psych-Goth-Rock düster und elegisch, bis vom knarzigen Wandergitarren-Charme kaum noch etwas übrigbleibt: Seine erste EP „Somewhere, Nowhere“ enthält aber auch so etwas wie Sludge-Prog-Rock mit viel Hall und Produktionsgelöt.

DIE WÜSTE ZUM LEBEN ERWACHEN

Die neue Platte „Nothing As The Ideal“ zeigt die Band All Them Witches wenig experimentell, sondern fixiert auf klassisches Songwriting. Die acht Stücke sind filigran arrangiert, meist perfekt ausbalanciert und elegant countryfiziert. Doch sie sind teils der großen Härte doch sehr stark im psychedelischen und bluesigen Rock verwurzelt.

MÜFFELND

Musikalisch taumeln die Garcia Peoples mehr oder weniger orientierungslos herum. Entsprechend quälend und teils sperrig fällt zuweilen die jammerige neue Platte „Nightcap At Wits‘ End“ aus.

ZWISCHEN HARMONIEN UND DISHARMONIEN

Man muss kein Hüsker-Dü- oder Thurston-Moore-Nostalgiker sein, um „Goons Be Gone“, das neue Album von No Age, zu mögen – mit Songs, für die No Age musizierende Nacheiferer wahrscheinlich ihre Oma verkaufen würden. Und noch besser: Mit „Turned To String“ hat das Duo aus Los Angeles einen fast eingängigen Song parat.

OOZE/BLOOZE

Auf dem aktuellen und vierten Album „Jangle Bowls“ rühren Pretty Lightning ihr beliebtes Soundgebräu aus Blues, Psychedelic und ein bisschen Elektronik an und schufen damit ein Werk, für welches das Prädikat Psychedelic-Blues“ geradezu erfunden zu sein scheint. Die beiden Saarbrücker nennen das Ganze Ooze/Blooze.

IMMER EIN BISSCHEN SCHRÄG

Bunt, überraschend, keinem Genre verpflichtet und auch immer ein bisschen schräg ist die erste, selbstbetitelte Langspielplatte von den Black Bats aus dem australischen Melbourne, die mit einer brodelnden Mixtur aus Surf, Lo-Fi-Geschrammel und dreckigem Blues, einer ordentlichen Prise Psychedelia und grobschlächtigen Garage-Rock daherkommt, dass es nur so kracht und scheppert.