QUERGELEGT

Um gepflegten, leicht verdaulichen Gitarren-Rock handelt es sich bei den Songs der Band Dead Finks aus Greensboro in North Carolina ganz sicher nicht. Die Lieder sind wie kurvenreiche, abschüssige und mit Schlaglöchern versehene Schotterpisten, unter denen sich aber ein glänzender Boulevard befindet.

MIT ZUCKERRAND

Ahornsirup, Lachs und die Anyway Gang kommen aus Kanada, wobei letztere großartige Musik mit gut geölten Rock-Pop auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum liefern.

PIESACKEN

The Spectre Collective sind mit ihrem musikalischen Stil immer sehr verlässlich. Da macht auch das vierte Album „Delirium Imperium“ keine Ausnahme. Die Band aus Wellington piesackt den Hörer mit galligen Tönen und grimmiger Semi-Psychedelia neben Collage-ähnlichen Sounds, Pop, Jazz und Krautrock.

DIE GRENZE ZUM ZUCKERSCHOCK

Ein bisschen Alternative, ein bisschen Indiepop, ein sonniges Gemüt. So präsentieren sich The Goon Sax aus Brisbane. „We’re Not Talking“, das zweite Album aus 2018, gibt sich gut gelaunt: Das Schlagzeug rumpelt und die Gitarren klickern wie Murmelbahnen, Schlagzeugerin Riley Jones singt erstmals gedankenverloren Gesangsparts. Plüschige Streicher- und Bläsersätze, pianolastige Songs mit Mut zum Gefühl und zur großen Geste noch dazu. Hier fällt das Streben nach Opulenz besonders eindrucksvoll aus.