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KOPFKINO

Die Musik von den Kimono Drag Queens kommt mit epischen Psychedelic-Rock, Weltmusikanleihen, emotionalen Schwankungen, träumerischen Klangflächen und scharfkantigen Gitarrenwällen daher. Es sind ausgedehnte Traumlandschaften, oft voller Ruhe und Magie, die die siebenköpfige Gruppe aus Sydney vor dem geistigen Auge hervorruft.

KEIN BLATT VOR DEN MUND

Musikalische Grundlage des New Yorker Jim White ist Alternative Country, den er bei viel Humor und menschlicher Wärme in eine genialische Bastardmusik zwischen Tom Waits und Beck verwandelt. White nimmt kein Blatt vor den Mund, tritt aber weder dem Hörer noch seinen Figuren je zu nah.

AUSGELUTSCHTER KAUTABAK

Mit „An Act Of Desperation“, ein starker neuer Song, sind Blind Adam And The Federal League meilenweit entfernt vom gängigen Alternative Country, denn ganz so klassisch ist die Band aus Chicago nun wirklich nicht – eigentlich ist der Vierer dem Rock’n’roll und dem politischen Folk-Punk  zugewandt und nicht so zäh und fad wie ausgelutschter Kautabak.

DEN FRÜHEN FUNK-SOUL WIDERSPIEGELN

The Bamboos liefern Soul, Pop und Funk vom Feinsten. Und weshalb sind The Bamboos nicht weltberühmt? An ihrer Musik kann es nicht liegen: Eine prägnantere Kombination aus diesen Genres hört man derzeit selten. Die Band gilt schon lange als eine der besten Funk-Soul-Bands der Welt.

MUSIKALISCHE FILTER SIND NICHT DAS DING

Musikalische Filter sind nicht das Ding von der Band High & Drys um den Multiinstumentalisten Nenad Djordjevic. Sie macht auch keinen Unterschied zwischen ruppig und ätherisch. Denn so ist der Sound von High & Drys: Mal ganz feinsinnig, dann herrlich schnarrend und rumpelnd.

KNOCHENTROCKENE SONGS WEHEN WIE TUMBLEWEEDS ÜBER DIE SAHARA

Wenn Mdou Moctar in die Saiten haut, erscheinen unwillkürlich staubige karge Wüstenlandschaften vor dem inneren Auge. Rumpelige Gitarrenriffs wehen durch knochentrockene Songs wie Tumbleweeds über die Sahara. So liefert der Nigerianer plus Band mit Tuareg-Blues, traditioneller afrikanischer Musik und Desert-Rock grobkörnigen Sand ins Getriebe der gut geölten Musikindustrie und zwar sehr mitreißend.