STIMMUNGS-ÄSTHET

Bei dem britischen Klang-Bastler Garsa kann man eigentlich gar nicht sagen, dass er den Pop neu erfinden würde, doch ist sein Spektrum schlicht atemberaubend. So sehr changieren die Stimmungen in seiner skizzenhaften Musik: Zwischen lässigem Indie-Pop, rauschhaften Hochgefühls-Kapriolen und einem Folktronica-Klangspektakel pendeln die Songs.

DORT, WO KEINE MASKEN GETRAGEN WERDEN

Die drei Musiker von Red Telephone aus Cardiff sind merkwürdige Randfiguren in der Musik-Welt, Querschläger in der geklonten Pop-Kultur und wandern doch in den schwach beleuchteten Pfaden des Pop. Dort, wo keine Masken getragen werden.

EIN-MANN-COMBO

Die Band Cut Worms besteht nur aus einer Person: dem in Brooklyn lebenden Amerikaner Max Clarke. Eine Ein-Mann-Combo, mit der er herrlich sonnigen Lo-Fi-Pop-Folk beziehungsweise Bedroom-Pop mit akustischen Gitarren und ein bisschen elektronischen Spielereien macht.

AUS DER MOTTENKISTE BEFREIEN

Das kanadische Quartett Bhopal’s Flowers befreit Psychedelia und Hippie-Sound aus der Mottenkiste, pustet die Staubschicht weg und vermischt diese Grundideen mit einem eindrucksvollen Sammelsurium bewährter Stilrichtungen, nicht ohne dieser Mischung ihre eigene Handschrift zu verleihen.

BA-BA-BAAAAAA

Paul Molloy gehört auf eine Spielwiese, wo er sich unter zerfließenden Farben sich endlosen Improvisationen hingeben kann, denn er ist Gitarrist bei The Coral und die eine Hälfte des Duos Serpent Power. Mit wenigen Tönen und britisch-zurückgenommenem Spiel konnte Paul Molloy den fast groß dimensionierten Songs von The Coral noch mehr Breite verleihen.

ÜBERMUT UND GUTE LAUNE

„Interzone“ heißt das neue Album des Elektro-Post-Punk-Duos The Vacant Lots und bietet vieles, was Musikfans lieb gewonnen haben. Es gibt tanzflächentaugliche Gitarrenrhythmen á la Joy Division, New Wave-Elemente á la Suicide, verspielte elektronische, bisweilen spacige Soundscapes, ein wenig Post-Punk und psychedelische Anleihen.