KOPFKINO

Die Musik von den Kimono Drag Queens kommt mit epischen Psychedelic-Rock, Weltmusikanleihen, emotionalen Schwankungen, träumerischen Klangflächen und scharfkantigen Gitarrenwällen daher. Es sind ausgedehnte Traumlandschaften, oft voller Ruhe und Magie, die die siebenköpfige Gruppe aus Sydney vor dem geistigen Auge hervorruft.

AUF DEN SPERRMÜLL GEWORFEN

Die 1990 in San Francisco gegründete Band The Brian Jonestown Massacre um den Wahl-Berliner Anton Newcombe machte schon immer interessante, psychedelische Rock-Musik. Jüngst sogar wieder sehr gute: „Peyote Bouncy Castle Baby“ z.B. ist einer der neuen Tracks mit Faible fürs schön Schräge oder fürs schräge Schöne.

DORT, WO KEINE MASKEN GETRAGEN WERDEN

Die drei Musiker von Red Telephone aus Cardiff sind merkwürdige Randfiguren in der Musik-Welt, Querschläger in der geklonten Pop-Kultur und wandern doch in den schwach beleuchteten Pfaden des Pop. Dort, wo keine Masken getragen werden.

AUS DER MOTTENKISTE BEFREIEN

Das kanadische Quartett Bhopal’s Flowers befreit Psychedelia und Hippie-Sound aus der Mottenkiste, pustet die Staubschicht weg und vermischt diese Grundideen mit einem eindrucksvollen Sammelsurium bewährter Stilrichtungen, nicht ohne dieser Mischung ihre eigene Handschrift zu verleihen.

BA-BA-BAAAAAA

Paul Molloy gehört auf eine Spielwiese, wo er sich unter zerfließenden Farben sich endlosen Improvisationen hingeben kann, denn er ist Gitarrist bei The Coral und die eine Hälfte des Duos Serpent Power. Mit wenigen Tönen und britisch-zurückgenommenem Spiel konnte Paul Molloy den fast groß dimensionierten Songs von The Coral noch mehr Breite verleihen.

OOZE/BLOOZE

Auf dem aktuellen und vierten Album „Jangle Bowls“ rühren Pretty Lightning ihr beliebtes Soundgebräu aus Blues, Psychedelic und ein bisschen Elektronik an und schufen damit ein Werk, für welches das Prädikat Psychedelic-Blues“ geradezu erfunden zu sein scheint. Die beiden Saarbrücker nennen das Ganze Ooze/Blooze.