EIN MUSIKALISCHES ÜBERRASCHUNGS-EI

Das Folk-Kollektiv Organ Morgan sucht improvisationsfreudig musikalische Wege ohne Berührungsängste. Neben traditionellen Instrumenten finden Alltags- und Küchenutensilien ihren Platz. So zaubern die fünf Londoner aus Barroom-Musik, Folk und vielleicht ein bisschen Chanson den feinen Song „Dracula’s Toothache“, ihre Debüt-Single, hervor.

KLINGT NACH WARMEM RAUCH UND APHALTFLECHTE

Die in Georgien geborene Nainnoh mit Wohnsitz New York hat ein erstes selbstbetiteltes Debütalbum fabriziert. Das hat schon etwas Strahlendes, Helles, auch wenn sich ihre Musik auf eigensinnige Weise nicht entscheiden kann. Ist es Indie-Pop oder experimentelle Psychedelia oder atmoshärischer Folk?

VON TRADITION ZU TUMULT

Musikalische Grundlage des Quinetts The Pine Hill Haints aus Alabama ist Country und Bluegrass, den es bei viel Humor und menschlicher Wärme in eine genialische Bastardmusik zwischen Bo Diddley, John Lee Hooker und Johnny Cash verwandelt, an der wohl auch Buddy Holly seinen Spaß hätte.

SPIELWIESE

Den ersten Langzeittest hat „Paint Me A Dream“, die aktuelle 7-Inch-Single der britischen Band The Chemistry Set, bereits bestanden. Die Platte ist im Februar erschienen und zeigt immer noch keine Abnutzungserscheinungen. Auch nach der x-ten Wiederholung klingt ihr genialer Mix aus britischem Acid-Pop und psychedelischen Sixties-Folk-Soundtracks so mitreißend wie beim ersten Mal.

ARBEITERKLASSE

Auf den ersten Blick sehen die Mitglieder der Band Lawmaker nicht unbedingt wie klassische Working-Class-Hooligans aus, die mit einem üppigen Glas Bier in der Hand von unsterblichen Helden der amerikanischen oder britischen Working Class singen.

SUCHT ERZEUGENDE EINGÄNGIGKEIT

Auf seinem ersten Album „Two Years“ liefert uns Whitney K (Konnor Whitney) mit seiner eigentümlichen, nasal-nöligen Stimme großartig scheppernde Drei-Minuten-Stücke und hält einige musikalische Schrammelrock-Überraschungen parat.