SOUNDTRACK ZUR GEDANKEN- UND GEFÜHLSWELT

Mit Tigercub taucht eine Band auf, auf die sich irgendwie alle einigen können: Alt-Mucker, Noise-Fans, Gitarren-Enthusiasten, Shoegazer, Pop-Rocker. Um die Begeisterung zu entfachen, braucht die Band kein großes Brimborium – es ist sogar besser, wenn das fehlt. Seit zwei Platten versucht  das Trio aus Brighton Noise-, Alternative- und Alt-Rock mit zarten Gitarrenmelodien zu verbinden. Das Ganze oft im scheppernden Midtempo-Bereich. In den guten Momenten fühlt man sich an Royal Blood, Dinosaur Pile Up, Benjamin Booker oder Pulled Apart By Horses erinnert.

All das klingt im Grunde schon abstrakt, um die Musik von den Briten zu erfassen, die keineswegs abgehoben, sondern sehr geerdet und greifbar daherkommt. Rock eben. Aber Tigercub verzichten nicht auf den Pop-Faktor, was mit der neuen, traurigen Single „Funeral“ vom Zweitwerk „As Blue As Indigo“ deutlich gemacht wird. Es gehört zum Konzept der Band, Musik als Soundtrack zur Gedanken- und Gefühlswelt zur eigenen und der Zuhörer anzubieten. Und wenn das erstklassige Stück Musik live in der Kirche mit Streichern angereichert und von Melancholie geschwängert ist erkennt man Detailverliebtheit, die Harmonie der Musiker und das ruhige, aber bestimmte Songwriting. Und das von einer Band, die sich dem Rock verschrieben hat. Wunderschön!

Tigercub - Funeral

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