LEICHT SPRÖDE, KAUZIG UND VERSPIELT

The Coral sind eine Band, die gerne weit zurückschaut in die Musikgeschichte und sie zeigt, wie es klingt, wenn man auch 2021 auf den Spuren der Sixties und Seventies wandelt. Das neue und zehnte (Doppel-)Album „Coral Island“ ist ein Beleg dafür, dass der Fünfer ein ganz feines Händchen für Groove hat.

EIN LECKERBISSEN

Sie gelten als eine der unterbewertesten Bands aus der Grauzone zwischen Stoner-Rock und Neo-Psychedelic-Blues-Folk, werden mit Größen wie Black Sabbath, Black Rebel Motorcycle Club und Spacemen 3 verglichen. Der große Erfolg abseits von Kritikerlob und der Begeisterung einer übersichtlichen Schar von Fans blieb Dead Meadow jedoch verwehrt.

WUNDERBAR UNHIPP

„The Darkest Voyage“, ein geradezu prophetischer Titel – auf mehreren Ebenen, heißt das fast siebenstündige 6-CD-Werk von Astralasia (Marc Swordfish) And Friends. Und darunter befinden sich The Blue Giant Zeta Puppies.

ALS FOLGE DIE VERBINDUNG VON KANTIGEN GITARREN UND WUNDERSCHÖNEN HARMONIEN EINEM NATURGESETZ

Für die Band Slud ist der musikalische Balanceakt auf einem schmalen Grat keine echte Herausforderung: Der Band aus Buffalo (New York) gelingen großartige Alternative-Grunge-Songs mit Potenzial zum Klassiker so selbstverständlich, als folge die Verbindung von kantigen Gitarren und wunderschönen Harmonien einem Naturgesetz.

KLANGEXPERIMENTE ZU KARTOFFELSTAMPF

Klangexperimente mit der Camera. Die drei Musiker von der Band Camera verbinden Krautrock,  Ambient, Space-Rock, Elektronik zu kleinteiligen instrumentalen Klangexperimenten, denen man etwas ratlos „Techno mit echten Instrumenten“ aufstempelt: eine Art, Musik mit den Mitteln von Rock zu spielen, ohne dabei zu rocken.

URGEWALT

Das Trio Table Scraps aus Birmingham gehört zu denjenigen Bands, denen verschwenderische Produktionskosten, polierte Songs und ausgefeilte Arrangements völlig fremd sind. Auf dem Album Nr. 3 „Coffin Face“ kracht, scheppert, jault und quietscht es an allen Ecken und Kanten.