ZEITTUNNEL

Für sein zweites Album „Anne, If“ als Ghost Woman spielt der Kanadier Evan John Uschenko seinen dunstigen Psych-Pop roh. Dies ist zum Teil eine klangliche Hommage an den Krach des Heimwerkens – dokumentiert auf einer alten Tascam-388-Tonbandmaschine.

Andere nehmen vielleicht Rasierklingen an ihre Verstärker, um einen authentischen Kinks-Fuzz zum Laufen zu bringen. Die Welt kann einem aber manchmal auch in den Hintern treten, deshalb fühlt sich das neue Werk zwanghaft, fast gefährlich an, auf eine Art und Weise, die, wie erwähnt an die Kinks, aber auch an die frühen Werke von The Brian Jonestown Massacre, The Seeds und den 13th Floor Elevators oder an die Zeit, als Ty Segall und White Fence zum ersten Mal zusammenkamen.

Evan John Uschenko und seine Mitmusiker haben die Werkzeuge, den Antrieb und die Inspiration, aber Ghost Woman könnten etwas Glück gebrauchen mit ihrem knarzenden Underground-Rock, der sich im psychedelischen Umfeld der 1960er Jahre befindet. Für die Ohren ist das Ganze eine Fahrt durch einen Zeittunnel. Aber hört selbst!

Ghost Woman - The End Of A Gun

Ghost Woman - 3 Weeks Straight

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