EDEL-ROCK FÜR FEINSCHMECKER

Wenn man die Musik von den Londoner The Arthur Brothers beschreiben will, könnte man gleich ein halbes Dutzend hochkarätiger Bands zum Vergleich heranziehen: MGMT, Flaming Lips, Kate Bush, Phoenix, Empire Of The Sun – und sogar die Waterboys in der Mitte ihrer 1980er-Ära.

SALZ IN UNSERE WUNDEN

Hier an dieser Stelle kommt Jalal Andre aus Seattle, der sich Glorybots nennt. Der reibt kräftig Salz in unsere Wunden: Schöner geht nimmer – was zumindest für die meisten der bisher veröffentlichten Songs gilt: Elektronik, Alternative-Rock, Pop, Post-Punk.

STIMMUNGS-ÄSTHET

Bei dem britischen Klang-Bastler Garsa kann man eigentlich gar nicht sagen, dass er den Pop neu erfinden würde, doch ist sein Spektrum schlicht atemberaubend. So sehr changieren die Stimmungen in seiner skizzenhaften Musik: Zwischen lässigem Indie-Pop, rauschhaften Hochgefühls-Kapriolen und einem Folktronica-Klangspektakel pendeln die Songs.

DASS SICH DABEI KEIN LEICHENGERUCH BREIT MACHT

The Humms kommen mit einer Musik daher, die aus kaum mehr als drei Akkorden gemacht ist und die billig klingt. Doch auch die langsamen Momente in der Musik des Trios aus Athens in Georgia machen neugierig.

DA SWINGT SELBST DER ABWASCH

Die Musik der Band The Pilgrim ist einzigartig und genial. Und man weiß nie, was einen erwartet: ein krachendes Überraschungspaket, bei dem sich die Gruppe um Gabriele Fiori in Rock-Turbulenzen stürzt? Oder doch Banjo mit vielen Akustik-Gitarren? Sicherlich aber eine feine, akustische, psychedelische und melodische Folk-Space-Mixtur, die sie abliefern.

NATUREREIGNIS

Multi-Instrumentalist Febian Perez alias Glass Eye mag seinen Garage-Psych-Goth-Rock düster und elegisch, bis vom knarzigen Wandergitarren-Charme kaum noch etwas übrigbleibt: Seine erste EP „Somewhere, Nowhere“ enthält aber auch so etwas wie Sludge-Prog-Rock mit viel Hall und Produktionsgelöt.