NATUREREIGNIS

Multi-Instrumentalist Febian Perez alias Glass Eye mag seinen Garage-Psych-Goth-Rock düster und elegisch, bis vom knarzigen Wandergitarren-Charme kaum noch etwas übrigbleibt: Seine erste EP „Somewhere, Nowhere“ enthält aber auch so etwas wie Sludge-Prog-Rock mit viel Hall und Produktionsgelöt.

DIE WÜSTE ZUM LEBEN ERWACHEN

Die neue Platte „Nothing As The Ideal“ zeigt die Band All Them Witches wenig experimentell, sondern fixiert auf klassisches Songwriting. Die acht Stücke sind filigran arrangiert, meist perfekt ausbalanciert und elegant countryfiziert. Doch sie sind teils der großen Härte doch sehr stark im psychedelischen und bluesigen Rock verwurzelt.

DORT, WO KEINE MASKEN GETRAGEN WERDEN

Die drei Musiker von Red Telephone aus Cardiff sind merkwürdige Randfiguren in der Musik-Welt, Querschläger in der geklonten Pop-Kultur und wandern doch in den schwach beleuchteten Pfaden des Pop. Dort, wo keine Masken getragen werden.

MÜFFELND

Musikalisch taumeln die Garcia Peoples mehr oder weniger orientierungslos herum. Entsprechend quälend und teils sperrig fällt zuweilen die jammerige neue Platte „Nightcap At Wits‘ End“ aus.

ZWISCHEN HARMONIEN UND DISHARMONIEN

Man muss kein Hüsker-Dü- oder Thurston-Moore-Nostalgiker sein, um „Goons Be Gone“, das neue Album von No Age, zu mögen – mit Songs, für die No Age musizierende Nacheiferer wahrscheinlich ihre Oma verkaufen würden. Und noch besser: Mit „Turned To String“ hat das Duo aus Los Angeles einen fast eingängigen Song parat.

EIN-MANN-COMBO

Die Band Cut Worms besteht nur aus einer Person: dem in Brooklyn lebenden Amerikaner Max Clarke. Eine Ein-Mann-Combo, mit der er herrlich sonnigen Lo-Fi-Pop-Folk beziehungsweise Bedroom-Pop mit akustischen Gitarren und ein bisschen elektronischen Spielereien macht.