SURREALE FOLKIGE ANDACHT

Conor O’Brien ist ein Mann mit einem bemerkenswerten Talent für das Schreiben introspektiver Lieder. Mit Villagers macht er einfallsreichen, prägnanten Folk-Pop, oft intim und erzählerisch. Nun hat der Musiker seinen Horizont erweitert und Villagers fast völlig neu erfunden. Plötzlich macht er auch spirituellen Jazz, arbeitete mit der irischen Legende Dónal Lunny an der Bouzouki, den amerikanischen Songwriter und Multiinstrumentalisten Peter Broderick an der Violine zusammen. Dazu noch eine Gruppe von Musikern, die Sopran, Bratsche und Cello hinzufügten.

Ein gefühlvoller, vielschichtiger Sound wurde mit eingängigen Melodien kombiniert. Lieder mit seltsamen, verschmolzenen Formen und der magischen Ambivalenz von Träumen – dabei ist die Bedeutung der Lieder sowohl geheimnisvoll als auch klar und deutlich, doch hat er den Raum bewahrt, der Villagers schon immer auszeichnete, was dafür sorgt, dass die kleinsten Details sich manchmal von der schönsten Seite zeigen. Das exquisite neue Album ist nicht weniger intensiv als sein fieberhafterer Vorgänger „Fever Dreams“ und entfaltet O’Briens charakteristisches melodisches Gespür, seine Begabung für gleichzeitig lebendige und subtile Arrangements und Texte, die seine Hoffnungen, Ängste und Träume in fesselnder Poesie zum Ausdruck bringen. Nachfolgend kann man das surreale Visual zu der folkigen Andacht „That Golden Time“ ansehen, der auch der Titelsong des neuen und sechsten Albums ist.

Villagers - That Golden Time

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