EIN SELTEN SPRÖDER CHARME

Songs von Californiosos, wie z. B. „Captain’s Got A Brand New Heart“, klingen wie eine Hommage an tonkopfzerschmirgelnde, billige Eisen-Kassetten der 1970er Jahre – Material, das bizarr, verdreht und verschwurbelt daherkommt. Aber das Duo aus dem kalifornischen Venice beweist ein fast geniales Gespür für Melodien und Arrangements zwischen Simon & Garfunkel, den Doors, Love, Sun Ra, Ariel Pink und Devendra Banhart.

Akustische Gitarre, harmonischer Gesang, vielleicht ein bisschen Mundharmonika. Oder Akkordeon. Lauscht man zum ersten Mal einem Song, glaubt man für einen Augenblick, er reihe sich hier prima ein. Aber nur für einen Augenblick, denn die scheinbar ziellos dahinwankenden Melodien irritieren. Aber die Musik ist Absicht:  Das Duo lässt die psychedelischen Klänge der frühen 1970er im altbackenen, akustischen Gewand wieder aufleben und nennt es West Coast Cosmic Folk Sounds mit einem Tüpfelchen See-Brise und einem selten spröden Charme.

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